Barbara Lüneburg

Seminare an der Musikhochschule Trossingen ________________

 

Barbara Lüneburg


Archiv

Homepage

 

 

Lehre an der Musikhochschule Trossingen im Rahmen der Professur für Ensemble und digitale Medien

ENSEMBLEUNTERRICHT

Kammermusik und Ensembles in gemischter Besetzung.

Zielgruppe: Studierende aller Fachgruppen.
Ensembleunterricht/Kammermusik

Zur Repertoireauswahl steht Kammermusik unterschiedlicher Genres mit und ohne Nutzung digitaler Medien von beispielsweise Klassik über neue Musik bis hin zu eigenen Ensembles der Studierenden des Studiengangs Musikdesign. Studierende können eigene Vorschlägen Kammermusik- oder Ensembleprojekten einbringen, zur Anregung finden Sie auf Click hier eine Literaturliste zu Werken Neuer Musik mit und ohne Elektronik.
Abschluß des Kurses mit einem Konzert.

TROLL-Trossinger Laptopensemble

Zielgruppe: Bevorzugt Studierende des Studienganges Musikdesign
Ensembleunterricht und Improvisation

KomponistInnen, PerformerInnen und SoundkünstlerInnen treffen sich im Trossinger Laptopensemble, um die Grenzen zwischen zeitgenössischer Klangkunst, Computermusik und interaktiven Technologien zu erforschen. Die Studierenden erobern dabei ihren Computer als Instrument und sind gleichzeitig in Improvisation, Komposition, Performance und Ensemblespiel gefordert. Eine Herausforderung, die die MusikerInnen über Genres und Musikdisziplinen hinweg angehen. Gemeinsam werden experimentelle Soundart, Crossover-Projekte und Konzerte konzipiert und zur Aufführung gebracht. Das Trossinger Laptopensemble ist im neugegründeten Landeszentrum Musik-Design-Performance und im Musik- und Medienzentrum verankert.

Abschluß des Kurses mit einem Konzert.

WISSENSCHAFTLICHE FÄCHER

Ästhetik der neuen Musik und Multimediakunst des 21.Jahrhunderts

Zielgruppe: 15 Teilnehmende, Studierende aller Fachgruppen

Das Seminar besteht aus "Listening Hours", in denen (Multimedia-)werke von KomponistInnen verschiedener Stilrichtungen und Traditionen vorgestellt, analysiert und diskutiert werden.

Hausarbeit zur Erlangung der ECTS Punkte: Die Studierenden schreiben nach Wahl auf Englisch oder Deutsch einen Blogpost über ein bestimmtes Werk oder einen Komponisten. Es wird eine Auswahl an Themen, Länge und Struktur vorgegeben.

! Vorausschau ! Im Wintersemester kann das Seminar mit einer geblockten Veranstaltung rund um die Donaueschinger Musiktage im Oktober 2017 ein weiteres Mal belegt werden. Der Hauptinhalt werden dann die Musiktage und die hauseigene Veranstaltung "Donaueschingen Off- Next Generation" sein.

----

Weitere früher abgehaltene Lehrveranstaltungen

Soundart:

Seminar1: Erlernen von Kompositionstechniken inklusive einer Einführung in Harmonielehre, Elementen aus der Formen- und Instrumentenkunde und vielen Tonbeispielen. Semesteraufgabe: Komponieren der Musik für einen Werbespot, Vertonung einer Fimsequenz (Kursdauer 1 Semester, Zielgruppe Medienstudenten ab 3.Semester).

Literaturverzeichnis:
Fritsch/Kellert/Lonardoni "Harmonielehre und Songwriting", Leu-Verlag, 2008
Nicholas Cook "Analysing musical multimedia", Oxford University Press, 1998
Hermann Grabner "Handbuch der Harmonielehre"
Clemens Kühn "Formenlehre der Musik", dtv/Bärenreiter, 1987
Principles of Orchestration by Nikolai Rimsky-Korsakov (e-book, Projekt Gutenberg)
Karlin, Fred und Wrigth, Rayburn - On the track : a guide to contemporary film scoring

Weiterführende Websites:
www.musikwissenschaften.de (Gehörbildung)
www.lehrklaenge.de (allgemeine Basisinformation Musiklehre)

http://www.dolmetsch.com/introduction.htm (music theory and history online)

Inhalte:

Harmonielehre Theorie Musik und Multimedia Formenkunde Praktische Arbeiten zur
Vertonung von Werbung und Film
  • Intervalle
  • Diatonisches Tonsystem: Dur, moll
  • Dreiklänge
  • Kadenzen
  • Stimmführung
Filmmusiktheorie:
  • Synaesthesie und ihre Realisierung im Film
  • Leitmotiv
  • Unity and Variety, Tension and Release
  • Diegetic Music
  • Titelmusik

1. Liedform
2. Variation:
Barockvariation

Charaktervariation

Übung1:
Inspiration Mozart - Entwicklung einer Variation auf das Thema "A vous dirais-je maman"

Übung 2:
Inspiration TV-Serie "Weeds"
Entwickle die Titelmelodie von Weeds "little Boxes" in einem völlig anderen Stil

Film: Analyse von Bild- und Tonmaterials
  • nach Inhalt,
  • zeitlich/geschichtlicher Einordnung des Inhalts
  • musikalischem Material, das der Film oder die Landschaft etc. suggeriert
  • Instrumentarium, passend zum Filmgeschehen
  • Verknüpfung von Sounddesign und Film
  • Zeitleiste
  • Struktur und Tempo
Referenzen in Werbung und Film:
Filmbeispiele:
  • Shaun the Sheep (music: Marc Thomas, International Emmy Award 2008/2010)
  • TV-Serie Deadwood (music: David Schwartz, Emmy nomination, 2004 ('Outstanding Main Title Theme Music'))
  • TV-Serie 24 ( Composer Sean Callery received nine nominations for Outstanding Music Composition for a Series, being nominated for every season and 24: Redemption; winning the award in 2003, 2006 and 2010)
  • There will be blood (Music vom Gitarristen von Sonic Youth: Jonny Greenwood, In December 2008, Greenwood's score was nominated for a Grammy in the category of "Best Score Soundtrack Album For Motion Picture, Television Or Other Visual Media" for the 51st Grammy Awards)
  • Sonic Fiction (Synästhetische Videos, Kunstfilme von Filmemachern und zeitgenössichen ImprovisatorInnen und KomponistInnen)
  • Candyman 2 (Musik: Philip Glass, winner of three Golden Globe Awards and others)
  • Apocalypse Now (BAFTA Award for Best Film Music (Carmine Coppola and Francis Ford Coppola)
  • Star Wars IV – A new hope (John Williams composed the scores for all six films. Lucas' design for Star Wars involved a grand musical sound, with leitmotifs for different characters and important concepts. Williams' Star Wars title theme has become one of the most famous and well-known musical compositions in modern music history)
  • Les Vacance de Monsieur Hulot (Music: Alain Romans)

Seminar 2 für MasterstudentInnen:
Gestalterische und künstlerische Elemente der akustischen Kommunikation, Strukturen und Modelle der akustischen Wahrnehmung mit Schwerpunkt Audiobranding


Innerhalb des Seminars soll

- das Audiobranding für eine Marke entwickelt werden
- die Arbeit analytisch und argumentativ (schriftlich) belegt werden.

Als begleitende Literatur verpflichtend zu studieren:

  • Christoph Anzensbacher – Audiologos, Integrative Gestaltungsmaßnahmen vor dem Hintergrund der Musikpsychologie, aus der Reihe Praxisforum Medienmanagement, Nomos Verlag 2012
  • Kai Bronner und Rainer Hirt: Audiobranding: Entwicklung, Anwendung, Wirkung akustischer Identitäten in Werbung, Medien und Gesellschaft, aus der Reihe Praxisforum Medienmanagement, Nomos Verlag 2009
  • Mark Lehmann: Voice Branding: Die Stimme in der Markenkommunikation, aus der Reihe Praxisforum Medienmanagement, Nomos Verlag 2008

Für allgemein an den Kommunikationsmöglichkeiten von Sound Interessierte (nicht verpflichtend):

  • Sound Design David Sonnenschein, Michael Wiese Productions, ISBN 9780941188265
  • The Soundscape- Our Sonic Environment and the Tuning of the World, R.Murray Schafer, Destiny Books ISBN 089281455-1
  • Music and Discourse Toward a Semiology of Music Jean Jacques Nattiez, Princeton Paperbacks, ISBN 0691-027145

Seminar 3 - Sounds New

Ausgehend von unterschiedlichsten Anwendungen von Musik in beispielsweise Installationen, Filmmusik und Werbetrailer ebenso wie in klassischer und zeitgenössischer Musik oder Popsongs wird ein umfassendes und spartenübergreifendes Verständnis des Kommunikationspotentials von Musik vermittelt.

Dabei werden Bezüge behandelt wie zum Beispiel

  • Musik und Sprache
  • Musik und das Visuelle
  • Musik und Rhythmus
  • Musik und ihre Verwendung in Medien wie Oper und Film

Es wird im Kurs auf Musik- und Kunstgeschichte des zwanzigsten Jahrhunderts wie Performance Art und elektronische Musik und Bezüge zum Medienschaffen erarbeitet. Musik im Kontext von Kunst, Medien und Alltag ist Thema dieses Kurses.

Als Semesterprojekt soll ein künstlerisches Projekt von 10-15 Minuten realisiert werden, das inhaltlich auf einen der obigen Schwerpunkte eingeht.

Seminar 4: Entwicklung einer Filmmusik – Wie gehe ich da ran?

Über die Arbeit mit dem Team, das Konzept, Timing und das eigentliche Komponieren werden in diesem Seminar Grundlagen der Arbeit im Metier Filmmusik behandelt. Ob Dokumentar- oder Kinderfilm, Horror oder Komödie, dem Genre entsprechend werden Kompositions- und Konzeptgrundlagen behandelt.

  • Lesen und Analysieren eines Skripts auf seinen musikalischen Inhalt hin
  • Rollenvorbilder und Temporary Tracks
  • Filmspotting und Cues für die Musik
  • Entwicklung eines Konzeptes (Der zentrale Charakter, das dramatische Thema, ethnische/historische/geographische Überlegungen, welcher musikalische Stil paßt)
  • Das Spiel mit den Erwartungen der Zuschauer
  • Genre und Source Music, der Trailer
  • Beim Komponieren: der Arbeitsprozeß, was sagt die Kreativitätsforschung zum Writer's Block, woher bekomme ich Anregungen (Recherche)
  • Die Melodie, das Leitmotiv
  • Harmonie
  • Rhythmus
  • Instrumentierung

Empfohlenen Literatur (für Filmmusik und Sounddesign):

Bullerjahn, C.: Grundlagen der Wirkung von Filmmusik, Wißner-Verlag Augsburg, 2001 Schneider,
N. J.: Komponieren für Film und Fernsehen, Schott Musik International, Mainz, 1997
Flückinger, B.: Sound Design, Schüren Verlag Marburg, 2001
Sonnenschein, D.: Sound Design, Michael Wiese Productions Studio City, 2001
Chion, M.: Audio-Vision, Columbia University Press New York, 1994
Fred Karlin and Rayburn Wright, On the track – A guide to contemporary film scoring Routledge (2004)

Seminar 5 Sounddesign im Film

Die theoretische Grundlage zu diesem Elective bietet ein Abriß über

  • Grundlagen der akustischen Mediengestaltung und akustische Wahrnehmung
  • Die Funktionen von Sounddesign: Simulation von Realität, Schaffung von Illusion, die Kreation von Stimmungen
  • Techniken zur Entwicklung von Sounds (Hard Effects, Foley Sound Effects, Background Effects und Electronic sound effects)

Praktische Bausteine:

  • Listen to Films, don't just watch them: Beispiele zu Sounddesign aus der Filmgeschichte
  • What to listen for? Script reading und Entwicklung einer Sound map:
    Objekte, Aktionen, Umgebungen, Emotionen und Übergänge
  • From Sensation to Perception: Wie leiten wir die Zuschauer beim Erleben und der Wahrnehmung eines Filmes über das Mittel Sounddesign? Wenn man einem Geräusch Bedeutung gibt, wird Klang zu einem Mittel der Kommunikation.
  • Physikalisch: Klangquelle, Klangumgebung, Aufnahme, Editing, Mix
    • Was klingt?
    • Was bewegt sich?
    • Welches Material klingt?
    • Wie klingt es?
    • Wo klingt es?
  • Emotional: Was sind die Charaktere, Ziele und Konflikte
    • Wie benutze ich Sounddesign in Kombination mit Tonfall, Rhythmus, Musik um beim Zuschauer eine emotionale Identifikation mit den Filmcharakteren und ihren Zielen zu erreichen?
  • Intellektuell → wie kann ich über Sounddesign dem Film eine Struktur geben?
  • Moralisch → Wie drücke ich ethische oder moralische Dilemma in Klang aus und gebe so dem Film eine Extraebene?

Praktische Aufgabe: Entwicklung eines Sounddesigns zu einem Animationfilm

Seitenanfang