Barbara Lüneburg

Forschung__________

 

Barbara Lüneburg

Archiv

Homepage

 

 

 

Barbara Lüneburg auf der Tagung der ÖGNM

 

 

 

 

 

 

Aktuelle Publikationsliste
(Stand: April 2017)


Dissertation

Thema von Barbara Lüneburgs Doktorarbeit an der Brunel University/London war "A holistic view of the creative potential of performance practice in contemporary music" mit Forschungen über Kreativität, Kollaborationen zwischen Komponisten und Interpreten, Charisma, Bühnenpräsenz und Konzertaura.

Klicken Sie hier für das Abstract.
Klicken Sie hier für die gesamte Doktorarbeit.

"Transcoding- from 'Highbrow Art' to 'Participatory Culture"

Barbara Lüneburgs laufende Forschung "Transcoding- from 'Highbrow Art' to Participatory Culture", bei der sie als künstlerische und wissenschaftliche Leiterin eines internationalen Teams aus Musik, Performancekunst, Softwareprogrammierung und Social Media arbeitet, wurde vom österreichischen Wissenschaftsfonds FWF in die wissenschaftliche Spitzenförderung aufgenommen und seit Februar 2014 als PEEK-Projekt finanziell getragen. Das Projekt wird an der Kunstuniversität Graz realisiert. Hier der Link zur offiziellen Website: http://transcoding.info und zum Blog: http://what-ifblog.net. Von dort kommen Sie auf weitere Seiten wie einen Youtube Kanal, eine Facebook-Seite, einen Twitter-Account oder die Google+ Seite.

GAPPP-Gamified Audiovisual Performance Practice

Barbara Lüneburg ist Hauptforscherin zur Performance Practice im dreijährigen PEEK-Forschungsprojekt GAPPP (gappp.net) unter Leitung des audiovisuellen Künstlers Marko Ciciliani ((PEEK AR 364-G24, am IEM der Kunstuniversität Graz in Österreich). Hier untersucht sie das Performancedesign und die Wirkung von zeitgenössischen audiovisuellen Werken mit Merkmalen aus der Gamekultur in Bezug auf die Performancesituation.

Eine Auswahl möglicher Themen für Vorträge:

  • Vortrag und Workshop zum Thema 'Künstlerische Forschung'
  • Ethnography und künstlerische Forschung - ein Diskursvergleich
  • Transcoding - From 'Highbrow Art' to Participatory Culture: Vorstellung des künstlerische Forschungsprojektes (gefördert vom österreichischen Wissenschaftsfonds FWF als PEEK-Projekt)
  • Charisma und Bühnenpräsenz
  • Die Beziehung Künstler-Veranstalter: Notwendiges Übel oder kreatives Potential?
  • Künstlerische Kollaboration: Was zeichnet eine sinnvolle, gut funktionierende Kollaborationspraxis aus? (mit Beispielen aus der Praxis)
  • Der Gebrauch von Violine/Viola bzw. elektrischer Violine im elektronischen Umfeld
  • Ganzheitliche Kreativität in der Arbeit eines Interpreten

 

------

Abstrakt der Dissertation:
Titel: Ein ganzheitlicher Blick auf das kreative Potential in der Aufführungspraxis der zeitgenössischen Musik

Das kreative Potential und die Arbeit eines Performers in der neuen Musik erstreckt sich von dem Moment der Konzeptionalisierung eines Konzertes bis zu dem Moment der Präsentation auf der Bühnen und umfaßt dabei viele Gebiete zwischen und um diese beiden Punkte herum.

In meiner Arbeit erforsche ich die eigentliche Natur dieser künstlerischen Aktivität angefangen beim Akt des Aufführens selbst, über das Beauftragen und die Schaffung neuer Stücke, kurative und kollaborative Tätigkeiten bis hin zur aktuellen Konzertpräsentation.

Ich schließe bewußt die wechselseitige Beziehung zwischen Performer und Veranstalter(in), Komponist(in) und Publikum in meine Betrachtung mit ein. Das bringt mich zu weiteren Untersuchungsfeldern, nämlich die Frage nach den Führungsqualitäten eines Performers, der charismatischen Bindung mit dem Publikum und der Schaffung dessen, was ich "Konzertaura" nenne. Ich strebe nicht danach, eine allumfassende Formel für "das perfekte Konzert" oder für die ideale Kollaboration zu finden. Ich untersuche Aufführungspraxis nicht als eine absolute Kunst, sondern als etwas, das eingebettet und geformt ist von sozialen Beziehungen und der Gesellschaft. Dementsprechend verstehe ich meine Doktorarbeit als eine empirisch basierte Untersuchung über die Fragen, die ein(e) Performer(in) fragen kann, sowie die Prozesse, auf die er/sie sich einlassen möchte, um sinn-und bedeutungsvolle Lösungen für jede neue Situation zu finden.

Nicht alle Fragen, die ich hier stelle, sind neu für jeden Performer, aber was die kollaborative und eigentliche Konzertpraxis anbelangt, verlassen sich viele Performer auf ein wiilkürliches, unsystematisches, erfahrungsbasiertes Verständnis, das durch Zufall erworben wurde. Im Gegensatz dazu, nehme ich die theoretische Basis für meine Arbeit aus den Feldern Psychologie, Medienwissenschaften und Soziologie, und evaluiere darüberhinaus meine eigene und die Aufführungspraxis anderer Künstler im zeitgenössischen Feld. Auf diese Weise erstrebe ich einen umfassenden, systematischen Zugang, der auf verschiedene Fälle von Kollaborationen und Konzertsituationen angewandt werden kann.

Teil 1 meiner Arbeit befaßt sich mit Theorien und Konzepten in Bezug auf Kreativität, Kollaboration und Präsentation (Konzert Aura und Charisma) und zielt darauf ab, eine fundierte theoretische Basis für die Anwendung in der Praxis zu etablieren.

In Teil 2 präsentiere, diskutiere und analysiere ich eine Auswahl von Fallstudien aus meiner eigenen Praxis in Bezug zu den Theorien, die ich in Teil 1 diskutiere. Ich schließe die Arbeit, indem ich Richtlinien zu kollaborativer Arbeit anbiete und ein Modellbeispiel gebe in Bezug darauf, wie man eine zukünftige Performance planen kann mit dem Ziel, ein Gesamtkunstwerk zu schaffen indem man die Gesamtheit von Vorbereitung und Präsentation, seine sozialen und psychologischen Konnotationen miteinbezieht.

Meine Arbeit umfaßt darüberhinaus zwei DVDs mit Quicktime Movies und zwei CDs mit Aufnahmen von Kompositionen, die als Teil dieser Forschung in Auftrag gegeben wurden und innerhalb Thesis diskutiert werden. Die Appendix enthält drei Sample-CDs mit begleitendem Kommentar, die eine Einführung in zeitgenössische Spieltechniken für akustische und elektrische Violine, sowie akustische Viola. Die CD soll als Informationsmaterial für KomponistInnen dienen, um mit dem Instrument vertraut zu werden. Sie wurde jedem/jeder Komponisten/in gegeben, der in die Forschung involviert war. Auf Anfrage bei der Autorin kann das Material auch in Zukunft an interessierte KomponistInnen weitergegeben werden [info(at)barbara-lueneburg.com].

Der Doktortitel wurde mir im Mai 2013 von der Brunel University/London zuerkannt.
1.Doktorvater: Dr.Bob Gilmore
2.Doktorvater: Dr.John Croft

Seitenanfang